Heute stelle ich euch die Autorin Genovefa Adams vor

Genovefa Adams

 

Genovefa Adams heißt eigentlich anders und hat sich den Namen ihrer Urgroßmutter nur ausgeliehen. Unter ihrem richtigen Namen schreibt sie Artikel für Zeitungen und Magazine. Den wirklich wichtigen Dingen, nämlich dem Leben und der Liebe, widmet sie sich in ihren Romanen. Sie ernährt sich vegan, hat einen verhaltensauffälligen Mischlingshund und findet Ballerinas wahnsinnig unbequem.

Bücherliste

 

Marie + Leo = Liebe

Volltreffer

Mafia & Amore

Urlaubsflirt mit Hindernissen

From Richard With Love

Elfmeter (erscheint im Juni 2014)

 

Interview

 

Ich freue mich sehr euch ein wenig mehr von Genovefa Adams zu erzählen. Sie hat für euch ein paar Fragen beantwortet.

 

 

Hallo Genovefa

 

 

 

Würdest du dich den Lesern kurz vorstellen?

 

Seit etwas mehr als einem Jahr schreibe ich hauptberuflich Liebesromane. Ich bin Anfang zwanzig und lebe im Rheinland.

 

 

 

 

Was macht für dich die Faszination von Büchern aus?

 

Mit einem guten Buch kann man in das Leben einer anderen Person eintauchen. Während man liest, ist man nicht man selbst, sondern der Charakter aus dem Roman, mit dem man mitfiebert. Das finde ich unheimlich spannend.

 

 

 

Wie kamst du zum Schreiben und wie alt warst du, als du angefangen hast zu schreiben?

 

Ich komme aus einer Zeitungsfamilie. Meine Eltern und Großväter haben alle in einem großen Zeitungsverlag gearbeitet. Als Teenager habe ich neben der Schule Berichte geschrieben und Interviews geführt. Einen Roman habe ich mir nie zugetraut. Aber irgendwann wurde es mir doch zu langweilig, immer nur über Tatsachen zu schreiben. Ich wollte mir selbst etwas ausdenken. Als ich nach einer Verletzung ins Krankenhaus musste und einige Zeit lang nicht viel machen konnte, habe ich einfach drauflos geschrieben. Meine ersten beiden Romane würde ich unter „lehrreiche Erfahrungen“ verbuchen. „Marie + Leo = Liebe“ war mein dritter Roman und der erste, den ich vorzeigbar fand.

 

 

 

Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus oder schreibst du nur als Hobby?

 

Neben Romanen schreibe ich auch noch einige Texte für Zeitungen Magazine, das macht aber nur einen kleinen Teil meiner Arbeit aus. Da ich kein Morgenmensch bin, lasse ich den Tag etwas ruhiger beginnen. Am späten Vormittag fange ich mit der Arbeit an. Dabei kommt es darauf an, was gerade ansteht. Entweder schreibe ich, lese Korrektur, beantworte Zuschriften von Lesern oder fülle Fragebögen aus. ;) Am späten Nachmittag bin ich meist mit der Arbeit fertig. Als Autorin bin ich ja gewissermaßen „gezwungen“, danach noch selbst viel zu lesen. Aber das zählt für mich nicht als Arbeit, es sei denn, es geht um Fachbücher oder -zeitschriften zum Thema Schreiben.

 

 

 

Wolltest du schon immer Autor werden oder auch mal etwas anderes lernen?

 

Ursprünglich wollte ich Journalistin werden. Aber mit der Zeit habe ich, wie gesagt, gemerkt, dass das nichts für mich ist.

 

 

 

Wo und in welcher Atmosphäre entstehen deine Bücher, am Schreibtisch oder an einem anderen Ort?

 

Zum Schreiben brauche ich absolute Ruhe, sonst kann ich mich nicht konzentrieren. Deswegen kann ich nur an meinem Schreibtisch schreiben. Bei so schönem Wetter wie heute, mit dreißig Grad und Sonnenschein, ärgert mich das selbst ein bisschen.

 

 

 

Wie lange brauchst du um ein Buch zu schreiben?

 

Für das eigentliche Schreiben benötige ich in der Regel etwa eineinhalb Monate. Mein Kurzroman „From Richard With Love“ ist schneller fertig geworden. Danach folgen einige Überarbeitungen, die noch einmal zwei bis vier Wochen dauern können.

 

 

 

Woher stammt die Inspiration für deine Romane und Geschichten?

 

Keiner meiner Romane hat eine Handlung, die ich so erlebt habe. Aber wahre Begebenheiten spielen bei der Ideenfindung natürlich eine Rolle. Es kann sein, dass ich jemanden beim Brötchenkauf beobachte und mir danach eine Geschichte für einen Liebesroman einfällt. :D

 

 

 

Welche Medien durchforstest du für deine Recherchen?

 

Für Liebesromane, die in der Gegenwart spielen, muss man eigentlich nicht so viel recherchieren. Wenn ich etwas herausfinden muss, schaue ich ins Internet. Da finde ich immer schnell, was ich suche.

 

 

 

Wenn du ein Buch beginnst zu schreiben, weißt du dann schon wie es ausgeht?

 

Die ganz grobe Handlung habe ich von Anfang an im Kopf. Aber als ich anfing, „Mafia & Amore“ zu schreiben, hatte ich eigentlich ein anderes Ende im Sinn. Meine Figuren entwickeln beim Schreiben ein Eigenleben. Wenn ich merke, dass eine ursprüngliche Idee nicht mehr passt, ändere ich mein Konzept. Grundsätzlich weiß ich aber schon, wohin ich mit meiner Geschichte will.

 

 

 

Gibt es auch mal „Schreibblockaden“ und wie gehst du damit um?

 

Seit ich „Marie + Leo = Liebe“ veröffentlicht habe, hatte ich glücklicherweise keine Schreibblockade mehr. Es gibt Tage, an denen ich nicht so richtig in Stimmung zum Schreiben bin oder das Gefühl habe, mir fällt nichts ein. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich mich dann einfach zwingen muss. Bis jetzt ist immer noch etwas Präsentables dabei herumgekommen. Verkäuferinnen oder Ärzte können ja auch nicht einfach sagen: „Och, heute arbeite ich einfach mal nicht.“ :)

 

 

 

Welches war die erste Geschichte die du je aufgeschrieben hast?

 

Als Kind habe ich viele Aufsätze in der Schule geschrieben und dabei regelmäßig den vorgegebenen Rahmen gesprengt. :D An die erste Geschichte kann ich mich aber leider nicht mehr erinnern.

 

 

 

Welches von deinen Büchern ist dein Lieblingswerk?

 

In meiner Familie und im Freundeskreis verdrehen schon immer alle die Augen, wenn ich sage: „Die Arbeit an dem aktuellen Buch macht mir am meisten Spaß.“ Das sage ich nämlich jedes Mal. Eine besondere Verbindung habe ich zu meinem Roman „Volltreffer“ und dessen Nachfolger „Elfmeter“, der demnächst erscheinen wird.

 

 

 

In welchem Genre liegen deine Vorlieben als Buchautor bzw. als Leser?

 

Ich schreibe Chick Lit* und dieses Genre lese ich auch am liebsten.

 

 

 

Liest du selber viel?

 

Ja, ich lese sehr viel.

 

 

 

Hast du selber ein Lieblingsbuch bzw. Autor?

 

Mein großes Vorbild ist Theodor Fontane. Seine Art von Literatur ist natürlich ganz anders als meine. Aber ich finde seine Romane großartig. Gerade was die Figurengestaltung anbetrifft, bewundere ich ihn sehr.

 

 

 

 

Würdest du uns von deinem neusten oder nächsten Werk erzählen?

 

Sehr gern. Mein neuer Roman „Elfmeter“ wird – passend zum Thema – während der WM erscheinen. Es ist die Fortsetzung von „Volltreffer“. Allerdings sind die Handlungen in sich abgeschlossen, man muss also nicht „Volltreffer“ kennen, um „Elfmeter“ lesen zu können. Es tauchen aber auch einige Figuren aus dem ersten Teil in „Elfmeter“ auf und spielen eine wichtige Rolle bei der Handlung.

 

Die Romane spielen im Umfeld des fiktiven Fußballvereins FC Düsseldorf. Der Sport ist dabei nicht das Hauptthema, sondern es geht um die Liebe. In „Elfmeter“ kommt Max aus der U23 plötzlich zu den Profis, Dominik ist vom Lokalrivalen zum FC Düsseldorf gewechselt. Während der Saisonvorbereitung lernt Dominik Jana kennen, die neue Mitarbeiterin der Poststelle. Max hat endlich sein erstes Date mit Vivien, der Tochter des Managers. Erwartungsgemäß fangen die Komplikationen damit erst an. ;)

 

 

 

Wie machst du auf deine Werke im Web aufmerksam?

 

Ich habe eine Facebookseite (fb.com/genovefaadams), auf der ich meine Leser über aktuelle Neuigkeiten informiere. Außerdem bin ich in einigen Büchergruppen aktiv und arbeite mit Bloggerinnen zusammen.

 

 

 

 

Welche Ratschläge gibst du jungen Autoren mit auf den Weg?

 

Lasst euch nicht entmutigen und seid nicht so kritisch mit euch selbst! Ich höre so oft, dass jemand nie über die ersten fünf Seiten hinauskommt, weil er oder sie aus Unzufriedenheit alles wieder löscht. Stattdessen sollten sie es erst einmal so stehenlassen und einfach weitermachen. Wenn es wirklich nicht gut ist, kann man es auch nachher noch ändern. Aber man lernt Schreiben nur durch Schreiben. Je mehr man übt, desto besser wird man.

 

 

 

Danke das du dir die Zeit genommen hast meine Fragen zu beantworten.

 

Sehr gern. Ich danke dir für dein Interesse. :)

 

 

 

*Unter Chick-Lit (wörtlich etwa „Tussi-Literatur“, sinngemäß „anspruchslose Frauenliteratur“) versteht man belletristische Literatur, die sich an junge Frauen und Mädchen wendet.

 

Die Bezeichnung stammt aus dem Amerikanischen und setzt sich aus den beiden Wörtern chick und lit zusammen, wobei chick ein umgangssprachlicher und leicht abwertender Begriff für eine junge Frau und lit die Abkürzung für literature, also Literatur ist. (wikipedia.org)

 

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